Aufs Maul geschaut

Fünfundneunzig mal Slang
500 Jahre nach der Reformation.

‚Läuft bei euch‘ hätte Martin Luther vielleicht dazu gesagt.

2017, das Jahr des Reformationsjubiläums. Vor 500 Jahren soll Martin Luther seine 95 Thesen gegen die Ablassbriefe an die Schlosskirche zu Wittenberg angeschlagen haben. Dies war der zündende Funke für die Hinterfragung bestimmter Glaubens- und Kirchenregeln.

Der für die Arbeit entscheidendste Aspekt der Reformation war die Bibelübersetzung Martin Luthers vom Altgriechischen ins Deutsche und die damit verbundene Entwickung der deutschen Sprache. Mit Luthers Devise „dem Volk aufs Maul schauen“ brachte er viele Begriffe und Redewendungen in seine Bibelübersetzung mit ein, die auch das allgemeinde Volk verstehen konnte.

Die Zahl 95 steht im Bezug zur Reformation und gilt für die Kircheninstallation als Richtzahl. Bei ‚Fünfundneunzig mal Slang‘ handelt sich um Kürzel, Ausrufe und kurze Sätze, die unsere Generation ständig von sich gibt. Sie spiegeln uns und unseren multikulturellen Einfluss wieder und geben kleine Einblicke in unsere digital vernetzte Welt, aus der viele der Kürzel stammen.

Die gesprochene Sprache verändert sich von Generation zu Generation. Fünfundneunzig mal Slang ist eine Neuinterpretation und eine Neugestaltung von Luthers Bestreben, in seiner Bibelübersetzung dem Volk aufs Maul zu schauen.

Bachelorarbeit von Marie Longjaloux
entstanden Sommersemester 2017
bei Prof. Gabi Schillig
und Prof. Andreas Uebele